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Sonntag, 3. Mai 2015

Nachtrag zu meinem Patenkind in Kamerun

Wie schön, ich habe einen Brief von der Mutter meines Patenkindes in Kamerun erhalten. Nun weiß ich, dass die kleine Unity in den Norden von Kamerun zu ihrem Onkel gezogen ist, um dort zur Schule zu gehen. Meine Geschenke (ein Schulheft, Sticker und Kugelschreiber) sind angekommen (Beweisfoto anbei) und ihre Mutter wird diese Unity überreichen, wenn sie in den Schulferien nächstes Jahr nach Hause kommt.



Also ist die Unsicherheit über das Ende der Patenschaft beseitigt. Grace schreibt, dass ihre Tochter mit großem Eifer lernt, da sie weiß, wie wichtig Bildung ist. Ich wünsche ihr eine glückliche Zukunft!

Samstag, 18. April 2015

Neues Patenkind in Togo

Ich freue mich über mein neues Patenkind in Togo, auch wenn die Umstände nicht so schön sind. Mein Patenkind in Kamerun, Unity Diom, hat die Gemeinde im Projektgebiet verlassen und die Patenschaft ist somit beendet. Laut Plan kommt es immer wieder vor, dass Kinder ihr Elternhaus verlassen, um bei Verwandten zu leben, in einer anderen Gemeinde die Schule zu besuchen oder eine Arbeit anzunehmen. Welches der Varianten auf mein Patenkind zutrifft, wurde nicht im Brief erwähnt.

Nun möchte ich mein neues Patenkind kurz vorstellen:





Alice ist im Januar 2010 geboren und wohnt im Gebiet Sokodo. Der Vater ist 1960 geboren und Bauer, die Mutter 1989 geboren und Hausfrau.
Die Familie lebt in einem Haus aus Ziegeln mit einem Dach aus Metall und einem Fußboden aus Zement. Das Wasser muss aus einem Brunnen beschafft werden, der ca. 30 Minuten entfernt liegt. Es gibt keine Latrine, die Familie muss das offene Gelände nutzen, um sich zu erleichtern.

Die größten Herausforderungen im Programmgebiet sind
  • Armut: ca. 75% der Menschen im Programmgebiet sind arm, 72% sind Bauern, die mit vorsinntflutlichen Gerätschaften den unfruchtbaren Boden bearbeiten.
  • Bildung: Die Schulen sind schlecht ausgestattet, oft teilen sich vier Schüler einen Tisch. Die Lehrer sind schlecht ausgebildet und praktizieren oft noch die Prügelstrafe.
  • Gesundheit: die medizinische Versorgung ist nicht ausreichend, oft müssen sehr lange Wege bis zum nächsten Gesundheitszentrum zurückgelegt werden
  • Wasser und Hygiene: Es gibt nicht genug Bohrbrunnen und Latrinen. Mehr als 40% der Menschen haben kaum Zugang zu sauberem Trinkwasser.
  • Kinderrechte: Gewalt gegen Kinder in Familie und Schule ist an der Tagesordnung. Ein Problem ist, dass nur ca. ein Drittel der Kinder überhaupt im Besitz einer Geburtsurkunde sind. Diskriminierung von Kindern  und Kinderhandel sind weit verbreitet. Manche Kinder brechen die Schule ab, um in Nachbarländern gegen Geld zu arbeiten.
  • Naturkatastrophen: zu nennen sind Überschwemmungen, Dürre, Buschbrände, Epidemien
Hier sind weitere Informationen zur Arbeit von Plan in Togo sowie die Plan-Länderstrategie zu finden:  http://www.plan.de/plan-in-afrika/togo.html

Freitag, 16. August 2013

Abschied und ein neuer Anfang

Ende der Patenschaft

Wird das Patenkind 18 Jahre alt, so endet die Patenschaft. Dies wird von den Patenschaftsorganisationen damit begründet, dass für das Patenkind nun ein neuer Lebensabschnitt mit mehr Eigenständigkeit und Verantwortung beginnt - und natürlich warten auch noch viele kleine Patenkinder sehnsuchtsvoll auf einen Paten. Mögliche Gründe für eine Beendigung der Patenschaft sind auch, wenn die Patenkindfamilie dauerhaft aus dem Projektgebiet wegzieht oder wenn die Projektziele erreicht sind.

Mein Patenkind Priyangika Sanjeewani ist im August volljährig geworden. Nun ist der taurige, aber schon erwartete Brief von Plan gekommen, der mit mitteilt, dass die Patenschaft nun beendet ist. Ich habe mein Patenkind über acht Jahre in seiner Entwicklung begleitet und das Abschiednehmen fällt sehr schwer. Der Pate hat nun die Möglichkeit, einen letzten Abschiedsbrief an das Patenkind zu schreiben. Dieser Aufgabe werde ich mich nun in den nächsten Tagen widmen.

Zusammen mit dem Abschiedsbrief ist eine neue Patenmappe mit dem Vorschlag für ein neues Patenkind eingegangen.


Der Pate kann Einfluss darauf nehmen, in welchem Land er die neue Patenschaft übernehmen will und ob er ein Mädchen oder einen Jungen als Patenkind annehmen will. Ich habe das Land offen gelassen, aber den Wunsch nach einem Mädchen geäußert.

Ich freue mich nun, in Zukunft mein neues Patenkind Unity aus Kamerun näher kennenlernen zu dürfen. Sie ist neun Jahre alt und besucht die Grundschule. Sie hat einen Bruder und eine Schwester, ihre Mutter ist Bäuerin. Sie lebt in einem Haus mit einem Dach aus Metall, der Fußboden ist blanke Erde. Gekocht wird mit Holz als Brennmaterial, das Wasser bezieht die Familie aus einem Bohrbrunnen.

Herausforderungen im Programmgebiet sind
  • Kindesmisshandlung: körperliche Züchtigung wird als gängige Erziehungsmethode betrachtet, teilweise Vernachlässigung durch die Mütter, sexuelle Misshandlung von Mädchen
  • Gesundheit: Malaria, Mangelernährung, Durchfall, Atemwegsinfektionen, Masern, Tetanus und Polio, Aids (dritthöchste HIV-Rate des Landes)
  • Wasser und sanitäre Versorgung (in den meisten Dörfern erleichtern sich die Menschen noch im Freien)
  • Bildung: viele Grundschulen sind in einem heruntergekommenen Zustand und schlecht ausgestattet (es fehlen Tische und Bücher, die Klassen sind überfüllt, es gibt kein Wasser und es fehlen Toiletten)

Übrigens ist eine Kinderpatenschaft kein Vertrag mit Kündigungsfristen, sondern eine freiwillige Zuwendung, so dass diese jederzeit gekündigt werden kann, wenn es z.B. aus finanzellen Gründen nicht mehr möglich ist, die Kinderpatenschaft fortzuführen (natürlich ist die Angabe von Gründen nicht erforderlich). Also ist die Übernahme einer Kinderpatenschaft kein finanzielles Risiko.