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Donnerstag, 10. Juli 2014
Post vom Patenkind aus Kamerun
Post von meinem Patenkind aus Kamerun ist da! Wie ich schon in meinem letzten Posting geschrieben habe, kann mein Patenkind Unity, obwohl es schon 10 Jahre alt ist, noch nicht Lesen und Schreiben. Deshalb werden meine Briefe vom "Childrens Forum" beantwortet.
Immerhin ist mein Weihnachtsgeschenk auf dem beiliegenden Foto mit abgelichtet worden, so dass ich sehen kann, dass es angekommen ist.
In meinem Brief hatte ich mein Heimatland Deutschland mit den vier Jahreszeiten beschrieben. Im Antwortbrief steht, dass Kamerun eine Bevölkerung von ca. 20 Millionen aufweist und bilingual ist - d.h. es werden Französisch und Englisch gesprochen. Hierbei handelt es sich wohlgemerkt um die Amtssprachen. In Kamerun leben viele ethnische Völkergruppen, so dass die ursprüngliche Sprachenvielfalt groß ist - es werden über 200 verschiedene Sprachen gesprochen.
Im 15. Jahrhundert landeten zunächst die Portugiesen in Kamerun und nahmen den Handel mit Sklaven, Palmöl und Elfenbein auf. Dann war Kamerun bis zum ersten Weltkrieg eine deutsche Kolonie. Mit dem Versailler Vertrag 1919 wurde schließlich ein Mandat zur Verwaltung an England und Frankreich vergeben und Kamerun wurde in einen britischen und einen französischen Teil aufgeteilt. Dies erklärt die zwei Landessprachen. Mein Patenkind lebt im englischsprachigen Teil im Gebiet Bamenda.
Während es in Deutschland vier Jahreszeiten gibt, sind es in Kamerun nur zwei Jahreszeiten: Man unterscheidet die Regenzeit und die Trockenzeit. Die Regenzeit geht von ca. März bis Mitte November.
Freitag, 14. Juni 2013
Teilnehmen an Freude und Trauer
Leider erreichte mich heute ein sehr trauriger Brief und beim Lesen liefen mir die Tränen in Strömen herunter. Eigentlich schon lange erwartet, denn der kleine Kavindu, Sohn der großen Schwester meines Patenkinds, war schwer krank. Und da hatte ich gleich ein ungutes Gefühl denn der Brief war sehr lang. Als wir die Familie besucht haben, war er noch im hochschwangeren Bauch der großen Schwester. Das ist nur etwas über zwei Jahre her ...
With our hearts very heavy with sorrow I wish to bring this very sad news of my little son Kavindu's demise. We tried our level best to get him cured, but all our efforts were in vain. We did many things according to our religion, to enable him to avoid such a pathetic death in his next birth. We made him to touch about 5.000 Atapirikara (Atapirikara is a parcel with 8 items), we did about 1.000 Bodhipoojas, saved 3 cattle from the slaughterhouse. They still live with their calves. We lit 1.500 oil lamps in the famous Kelaniya Temple. Until his last moment he was listening to chanting of Pirith and many more things.Hier der bewegende Bericht über die letzten Stunden des kleinen Kavindu im Krankenhaus, denn den Schmerz der Mutter möchte ich teilen, damit sie ihn nicht allein tragen muss:
Then on 19th morning he wanted some drinks and I bought him a bottle of Fanta and he trank it. Then the doctors spoke to me and they asked me to give whatever he wants. They said the child's life cannot be saved and his liver got affected and the same is swollen. He wanted string hoppers and fish.Then I asked him, shall I go and wash our clothes and come? But he never allowed me to go away. The other days when I asked him he said yes. But on this day he did not want me to go away. Doctors wanted me to keep the child always happy, and I was singing for him, and he sleeps with the song. When I sang that day he was looking at my face with tears filled in his eyes. But when I asked "My darling why are you looking at me like this?" But he never spoke. So I too did not mind it very seriously, and I asked the lady who was in the next bed to have an eye on him, and I went out to wash the clothes. When I was putting the clothes to dry, an attendant came running to me and told me the child is restive and to come and see him. When I went there I saw him in his last stages. I started shouting as I could not bear up the pain. Then the doctors came running and they asked me not to shout as the child gets frightened. Then my child wanted some water and I gave him some water with my hands shivering. I told him not to be frightened as I am there always. Then he did not make any fuss. In the mean time I also have fallen asleep and a nurse came and removed his net and she woke me up. Then I noticed that his head has gone down his pillows and she arranged the same properly. He looked at me and called "Mummy" and turned the other side. I did not know what has happened and then the doctors came and examined the child and they wanted an attendant to close the curtain down. When I started to cry the chief doctor of the staff called me and aked me to be calm and try to make up my mind. From that time I was there crying till dawn. Then the child was taken to the mortuary. I was alone there till dawn. Then in the morning at 6 am my husband and his friend came to the hospital and then some of our family members too came and the body was taken to the funeral undertaker. I was not allowed to go to the mortuary. They aked us to go home.Hier ist die Traueranzeige zum Tod des kleinen Kavindu.
Such a grief should never ever come to any one in this world. The bright light has blown off in our house. You are gifted to be borne in this world as the creator's wish. We know that this cannot be altered. But if an early morning becomes a dark night, or if a lovely flower blooming with fragrance if the same gets destroyed with a heavy blowing? If the birds singing come to a stop suddenly? What would be the position? When our little angel leaves and going away the home, we can never forget his lovely smile and the way how he is trotting and trying to talk a few words. How can we forget these activities and we would never be able to see you again. Our wish is may you attain the supreme bliss of Nirvana!
Dies lässt mich mit der Frage allein: Was antwortet man einer Mutter, die ihren Sohn verloren hat?
Bitte nehmt dies als Anlass, über eine Spende oder eine Kinderpatenschaft nachzudenken, um die medizinische Versorgung in den Entwicklungsländern zu verbessern. Kavindu kann dies nicht mehr retten, aber vielleicht ein anderes Baby?
Mittwoch, 12. Juni 2013
Briefwechsel mit dem Patenkind
Der Austausch der Kulturen wird durch eine Kinderpatenschaft gefördert
Der Austausch mit dem Patenkind durch Briefe, Fotos und Postkarten macht sowohl dem Paten als auch dem Patenkind große Freude.Das Patenkind fühlt sich dadurch aufgewertet, dass es Post erhält. Es erfährt viel Neues über ihm fremde Kulturen und Lebenweisen und lernt, wie wichtig Bildung ist. Auch der Pate lernt durch den Briefwechsel fremde Kulturen näher kennen, erfährt etwas über die alltäglichen Probleme und die Lebensweise im Entwicklungsland.
Ich habe bei YouTube ein Video gefunden, in dem anschaulich gezeigt wird, wie die Plan Gemeindehelfer das Beantworten der Patenbriefe fördern, z.B. werden die Kinder dazu animiert, ein Bild zu malen. Selbstverständlich wird das Papier zur Verfügung gestellt.
Das Beantworten der Post ist für das Patenkind oft schwierig. In vielen Ländern erfolgt die Kommunikation eher mündlich und dem Patenkind fällt es daher schwer, seine Welt in Worte zu fassen. Außerdem herrscht oft ein großer Respekt vor Erwachsenen und insbesondere ein Respekt vor "reichen" Fremden.
Im Video wird einem ägyptischen Mädchen eine Stimme gegeben, das enttäuscht darüber ist, dass ihr Pate ihr nicht schreibt. Alle Paten sollten dies anschauen und unbedingt gleich einen Brief ans Patenkind verfassen!
Samstag, 2. Februar 2013
Post vom Patenkind
Es kommt Post vom Patenkind
Trifft Post vom Patenkind ein, so ist die Freude groß. Wenn es sich noch um ein sehr kleines Kind handelt, kann es sein, dass es nur ein gemaltes Bild schickt oder die Mutter schreibt. Kann die Mutter nicht schreiben, so kommt der Brief eventuell vom Gemeindevorsteher.
Ich hatte Glück, mein Patenkind war zu Beginn der Patenschaft schon 11 Jahre alt und schreibfreudig. Hier ein gemaltes Bild vom Patenkind. Durch die Bilder lernt man schon einiges über das Umfeld des Patenkindes. Hier sieht man einen Teich mit Seerosen, ein typisches Landschaftsbild in Sri Lanka. Das Patenkind malt auch seine Familie, die Schule, etc. Man sieht die Welt durch die Augen des Patenkindes.
Und hier ein Beispiel für einen Original-Brief des Patenkindes. Dieser hier ist in Singhalesisch verfasst. Wie man sieht, stellt Plan das Papier für die Patenkinder zur Verfügung, da diese aus armen Familien kommen und sich das Papier selbst nicht leisten könnten.
Es wird immer der Originalbrief des Patenkindes mit einer beigefügten englischen Übersetzung geliefert (auf Wunsch kann auch eine deutsche Übersetzung angefertigt werden, aber dies dauert natürlich länger, da dann hier in Deutschland ehrenamtliche Übersetzer tätig werden). Die englische Übersetzung wird von den Mitarbeitern des Patenbüros vor Ort vorgenommen. Die Übersetzung wird entweder handschriftlich vorgenommen (manchmal ist die Handschrift nicht einfach zu entziffern) oder mit der Schreibmaschine, je nachdem wie das Patenbüro ausgestattet ist. Auch die Übersetzungsfähigkeiten der Mitarbeiter variieren, so dass manchmal auch bei einer lesbaren Handschrift viel gerätselt werden muss. Je mehr man über das Patenkind weiß, desto einfacher wird es aber, die Briefe "zu interpretieren".
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