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Samstag, 23. Juli 2016

Umfassender Vergleich von Patenschafts-Organisationen

Auf dem Portal www.patenvergleich.de steht ein Vergleich von 41 Kinderpatenschafts-Organisationen zur Verfügung.

Dieser basiert auf einer Online-Umfrage von April bis Mai 2016 mit über 15.000 abgegebenen Stimmen.

Demnach sind:

Gesamtsieger 2016
  • Abaana Afrika
  • Mama Afrika
  • Plan International

In der Kategorie Erfahrung sind die Sieger:
  • Plan International (seit 1989 in Deutschland)
  • UNICEF 
  • SOS-Kinderdorf
  • SOS-Kinderdörfer
  • Compassion
  • Kindernothilfe
  • Patengemeinschaft für hungernde Kinder
  • Kinder in Rio

Effizienzsieger (Wo kommt am meisten der Spende an?) sind:
  • Abaana Afrika
  • Harambee Deutschland
  • Heilsarmee
  • Hoffnungsträger Stiftung
  • Indienhilfe
  • Kinder in Not
  • Kinder in Rio
  • Die kleine Pyramide Trier
  • Nepra - Leprahilfe Nepal
  • nph deuschland
  • Nyota
  • Patenkinder Nepal
  • Tibetzentrum Berlin

Den ausführlichen Bericht finden Sie hier.

Freitag, 17. Januar 2014

Patenkind kommt in die weiterführende Schule


Ich bin sehr stolz auf mein Patenkind in Kenia! Mariam hat die 8. Klasse mit Erfolg abgeschlossen und kann ab Januar in eine Secondary School gehen.


Leider kommen nun auch höhere Kosten auf mich zu. Die Kosten der weiterführenden Schulen sind unterschiedlich, aber es muss laut Msaada im Jahr mit ca. 300 € gerechnet werden.

Hinzu kommt zusätzlich eine Erstausstattung, die für die Aufnahme in der Boarding School erforderlich ist. Diese besteht aus Essgeschirr, Hygiene-Artikeln wie Handtüchern, Waschbassin, Eimer, Waschmittel. Außerdem eine Matratze, Bettzeug, Wolldecke und Moskitonetz. Es wird Sportbekleidung benötigt sowie Schulbücher und Materialien für Mathematik und Geografie. Die Kosten hierfür liegen ebenfalls bei ca. 300,00 €.

Hier ein paar Hintergrundinfos zum Schulsystem in Kenia: Das Schulsystem dort gliedert sich in acht Jahre Grundschule, vier Jahre Gymnasium und vier Jahre Hochschule. Es orientiert sich am britischen Schulsystem. Schuluniform und Schuhe sind Pflicht.

Das Schulgeld für die Grundschule wurde zwar 2003 von der Regierung abgeschafft, so dass auch Kindern aus ärmeren Familien der Zugang zu Bildung ermöglicht wurde, allerdings ist die Qualität der öffentlichen Schulen schlecht: total überfüllte Klassen, schlecht qualifizierte Lehrer, schlechte Ausstattung. Zudem müssen Schuluniform und Schulmaterialien nach wie vor von den Eltern bezahlt werden, was vielen armen Familien finanziell nicht möglich ist. Gerade in den Dörfern ist die Qualität der Schulen oft sehr schlecht, so dass die Kinder in Internate (Boarding Schools) geschickt werden müssen, wenn Sie eine gute Ausbildung bekommen sollen, und so Kosten für Unterkunft und Verpflegung hinzukommen.

Weiterführende Schulen (Klasse 9–12) sind kostenpflichtige Gesamtschulen. Dies können staatliche oder Privatschulen sein  (Träger  z. B. die Kirchen oder Privatleute). Obwohl auch Stipendien vergeben werden, sind die weiterführenden Schulen  für große Teile der Bevölkerung aufgrund der hohen Kosten unzugänglich. Aber nur mit Abschluss der weiterführenden Schule kann man in Kenia auch einen guten Arbeitsplatz bekommen.

Falls Ihr auch eine Schulpatenschaft für ein Kind in Kenia abschließen wollt - hier geht es zur Internetseite von Msaada. Die Schulpatenschaft für die Primary School kostet aktuell 180 € im Jahr. Damit wird Schulgeld, Schuluniform, Schulmaterialien, Transportkosten, eventuell erforderliche medizinische Behandlung und ein tägliches Mittagessen bezahlt. Also auf jeden Fall eine gute Sache!

Freitag, 25. Oktober 2013

Christoffel Blindenmission

Armut + Behinderung = doppeltes Leid


Heute will ich eine christliche Hilfsorganisation vorstellen: Die Christoffel Blindenmission gehört zu den größten Hilfsorganisationen in Deutschland. Schwerpunkte der Arbeit der CBM ist - wie der Name schon sagt - die Prävention von Blindheit. Gerade in Entwicklungsländern herrscht ein erheblich höheres Risiko der Erblindung aufgrund von schlechten hygienischen Umweltbedingungen. Ernährungsproblemen wie Wasser- und Vitaminmangel oder durch bakterielle Erkrankungen.
Die CBM finanziert über Spenden unter anderem Aufklärungsprojekte und Augenoperationen.
Aber nicht nur die Augen sind im Fokus wie man aus dem Namen schließen könnte, sondern auch andere Behinderungen.
Gerade Menschen mit Behinderungen werden in Entwicklungsländern oft besonders stigmatisiert und haben neben Armut auch noch mit sozialer Isolation zu kämpfen.
Die CBM unterstützt Partnerorganisationen in Entwicklungsländern, damit Menschen mit Behinderungen die erforderlichen Operationen erhalten oder auch ganz einfach Seh- und Hörhilfen, Prothesen o.ä. Auf diese Weise sollen durch Behinderungen benachteiligte Menschen ein unabhängiges Leben führen können.


 "In Entwicklungsländern erhalten rund 80 Prozent der Menschen mit Behinderungen keine ärztliche Versorgung. Durchschnittlich nur jedes zehnte behinderte Kind kann eine Schule besuchen. Damit werden ihre Menschenrechte eindeutig verletzt"
Dr. Rainer Brockhaus, Direktor der Christoffel-Blindenmission

Ich habe lange überlegt, ob ich eines der vielen YouTube-Videos von CBM hier einstellen soll, da der Anblick von verunstalteten Kindern natürlich kein angenehmer ist. Aber schön ist, wenn man sehen kann, wie den Kindern geholfen wird und dass sie nachher wieder ein normales Leben führen können. Hier ist eines von den zahlreichen Videos:



Die CBM freut sich über Spenden in jeder Höhe, z.B.

  • 20 € für die Ausstattung eines gehörlosen Kindes mit einem Hörgerät
  • 100 €, um einem Kind den Schulbesuch zu ermöglichen
  • 125 € für eine Katarakt-Operation (Grauer Star) an einem Kind unter Vollnarkose

Kinderpatenschaft

Für 20 € im Monat besteht die Möglichkeit, eine Kinderpatenschaft für ein behindertes Kind in einem Entwicklungsland zu übernehmen.
Alle zwei Monate erhält man laut CBM Patenpost mit Bildern und Berichten über die Fortschritte des CBM-Patenkinds und man kann so die positive Veränderung miterleben.


Wer spenden möchte - hier ist der Link zur Website CBM.

Donnerstag, 1. August 2013

Msaada jetzt in Facebook

Msaada Groß-Gerau e.V. hatte ich ja schon vor einiger Zeit kurz vorgestellt. Nun habe ich eine Facebook-Fanpage für Msaada erstellt. Msaada ist in Kenia tätig und vermittelt dort Schulpatenschaften, hat eine Krankenstation aufgebaut und vieles mehr. Schaut auf die Seite und erfahrt etwas über die Projektarbeit.


Hier geht es direkt zur Seite:

https://www.facebook.com/Msaada.eV

Bitte dort gleich "gefällt mir" klicken, damit ich Euch in die Fangemeinde aufnehmen kann. Ihr erfahrt dann immer sofort, wenn es etwas Neues aus Kenia zu berichten gibt.

Mittwoch, 12. Juni 2013

Briefwechsel mit dem Patenkind

Der Austausch der Kulturen wird durch eine Kinderpatenschaft gefördert

Der Austausch mit dem Patenkind durch Briefe, Fotos und Postkarten macht sowohl dem Paten als auch dem Patenkind große Freude.
Das Patenkind fühlt sich dadurch aufgewertet, dass es Post erhält. Es erfährt viel Neues über ihm fremde Kulturen und Lebenweisen und lernt, wie wichtig Bildung ist. Auch der Pate lernt durch den Briefwechsel fremde Kulturen näher kennen, erfährt etwas über die alltäglichen Probleme und die Lebensweise im Entwicklungsland.


Ich habe bei YouTube ein Video gefunden, in dem anschaulich gezeigt wird, wie die Plan Gemeindehelfer das Beantworten der Patenbriefe fördern, z.B. werden die Kinder dazu animiert, ein Bild zu malen. Selbstverständlich wird das Papier zur Verfügung gestellt.

Das Beantworten der Post ist für das Patenkind oft schwierig. In vielen Ländern erfolgt die Kommunikation eher mündlich und dem Patenkind fällt es daher schwer, seine Welt in Worte zu fassen. Außerdem herrscht oft ein großer Respekt vor Erwachsenen und insbesondere ein Respekt vor "reichen" Fremden.

Im Video wird einem ägyptischen Mädchen eine Stimme gegeben, das enttäuscht darüber ist, dass ihr Pate ihr nicht schreibt. Alle Paten sollten dies anschauen und unbedingt gleich einen Brief ans Patenkind verfassen!


Dienstag, 29. Januar 2013

Schulpatenschaften

Was versteht man unter einer Schulpatensschaft?

Während die Beiträge für eine "normale" Kinderpatenschaft  über eine Verbesserung der Lebensumstände des Kindes nur indirekt dem Kind zukommt, handelt es sich bei einer Schulpatenschaft, um eine Patenschaft, die einem Kind durch die Paten-Beiträge den Besuch einer Schule ermöglicht. Mit dem Patenbeitrag werden so i.d.R. Schulgebühren, Schulkleidung, Bücher und sonstige Unterrichtsmaterialen sowie das Mittagessen in der Schule gedeckt.

In Entwicklungsländern ist die Alphabetisierungsquote oft gering. In vielen Entwicklungsländern stellen Schulgebühren ein Hindernis für den Schulbesuch von Kindern aus armen Familien dar. Diese werden dann entweder gar nicht zur Schule geschickt oder nur die Jungen, da die Mädchen ja ohnehin verheiratet werden und dann in den Haushalt der Schwiegerfamilie übergehen.

Die Unicef setzt sich für das Abschaffen der Schulgebühren ein. Dies wäre schon ein großer Schritt in die richtige Richtung. Allerdings wird in vielen Ländern es für Mädchen nicht als notwendig erachtet, sich Schulwissen anzueignen. Hier muss darauf hingearbeitet werden, den Wert der Mädchen und Frauen zu steigern.

Sonntag, 27. Januar 2013

Wie wählt man die richtige Organisation aus?

Checkliste für sicheres Spenden


Das DZI hat eine Checkliste für sicheres Spenden zusammengestellt, die ich hier kurz zusammenfasse:

  1. Ist die Organisation als steuerlich begünstigt (gemeinnützig) anerkannt?
  2. Sind vollständige Kontaktinformationen vorhanden?
  3. Gibt es einen Jahresbericht bzw. ist die Organisation bereit, Auskünfte zu erteilen?
  4. Ist der Spendenaufruf sachlich, eindeutig und informativ gestaltet? Eine werbliche Ansprache, die Mitleid, Angst, Druck oder besondere Dringlichkeit erzeugt ist unseriös!
  5. Werden provokante, grausame oder stark gefühlsbetonte Bilder gezeigt? Dies ist ebenfalls unseriös.
  6. Gehört die Organisation einem renommierten Dachverband an?
  7. Unterzieht sich die Organisation einer Überprüfung durch Dritte?
  8. Trägt die Organisation das DZI Spenden-Siegel?

Übrigens findet man beim DZI einen Jahres-Almanach, in dem unter anderem die zertifizierten Organisationen portraitiert sind. Der aktuelle ist kostenpflichtig, aber die vom Vorjahr können als pdf kostenlos heruntergeladen werden und zwar hier: http://www.dzi.de/dzi-institut/verlag/spenden-almanach/

Donnerstag, 24. Januar 2013

Kinderpatenschaft bei Plan

Wie funktioniert eine Kinderpatenschaft bei Plan?


Die Kinderpatenschaft kostet 28 € im Monat. Man erhält nach Abschluss des Jahres eine Spendenbescheinigung und kann die Spenden dann sogar von der Steuer absetzen.

Das Geld geht nicht an die Patenfamilie, sondern es werden Selbsthilfeprojekte finanziert, die das Kind, seine Familie und die Gemeinde stärken. Über diese Projekte soll dauerhaft das gesamte Lebensumfeld der Kinder gestärkt und ihre Existenz langfristig gesichert werden.


Der Kontakt zum Kind


Man erhält einmal jährlich eine Information über die Entwickung des Kindes mit zwei Fotos.

Darüber hinaus kann man selbst über Briefe in Kontakt zum Kind treten. Wenn man Glück hat, ist das Kind schreibfreudig, ansonsten kommt die Antwort vom Gemeindevorsteher. Ich hatte Glück und bekomme nicht nur Briefe von meinem Patenkind, sondern auch von seiner Mutter und den zwei großen Schwestern.

Außerdem kann man kleine Geschenke an das Patenkind schicken und Einwegkameras, um aktuelle Fotos zu bekommen. Bei den Geschenken muss Portoersatz mitgeschickt werden.

Alle Post läuft über Plan, die Adresse des Patenkindes ist nur Plan bekannt. Nachteil sind lange Postlaufzeiten, da alles über ein Verteilzentrum in Holland geht und in den Büros vor Ort in die jeweilige Sprache übersetzt wird.

Das Beste ist, dass man das Patenkind auch besuchen kann. So kann man sich vor Ort über die dort laufenden Entwicklungshilfeprojekte informieren und mit eigenen Augen sehen, was mit dem Geld gemacht wird.
Highlight ist natürlich der Besuch im Haus des Patenkindes - endlich sieht man das Patenkind, mit dem man vorher nur per Brief und über Fotos kommuniziert hat, persönlich vor sich stehen. Der Besuch muss sechs Wochen vor der Reise bei Plan angemeldet werden. Im Zielland angekommen muss man sich dann mit dem Patenbüro vor Ort in Verbindung setzen und Termin und Abholzeit besprechen. Man wird dann vom Hotel abgeholt und wieder zum Hotel zurückgebracht. Allerdings muss man sich selbst um ein Hotel in Nähe des zuständigen Patenbüros kümmern.

Ich werde noch über den Besuch bei meinem Patenkind berichten.

Kinderpatenschaften

Wollen Sie die Patenschaft für ein Kind aus einem Entwicklungsland übernehmen? 

Das ist eine richtige Entscheidung! Als überzeugte Patin möchte ich mich hier dem Thema Kinderpatenschaften widmen und Ihnen bei der Wahl behilflich sein.

Welche Kinderpatenschafts-Organisationen gibt es?


Die größten und bekanntesten Organisationen sind

Plan
World Vision
SOS-Kinderdörfer

Daneben gibt es auch sehr viel kleine Patenschaftsorganisationen, die oft auch auf bestimmte Länder spezialisiert sind, während die großen in allen Entwicklungsländern weltweit aktiv sind.

Hat man nicht soviel Geld zur Verfügung ist es oft günstiger, eine kleinere Patenschaftsorganisation zu nehmen, aber hier gibt es leider auch schwarze Schafe, daher sollte man sich vorher gründlich informieren.

Die großen Patenschaftsorganisationen sind vom DZI (Deutsches Zentralinstitut für soziale Fragen) zertifiziert. Man kann sich also darauf verlassen, dass hier alles mit rechten Dingen zugeht und das Geld auch dem gewünschten Zweck zugeführt wird.

Wie entscheidet man sich nun für die richtige Organisation?

Ein Blick in die Geschäftsberichte, die bei den großen Patenschaftsorganisationen auf der Webseite abrufbar sind, zeigt, wieviel  in Verwaltung und Werbung geht und wieviel tatsächlich in die Projektarbeit geht. Dies ist ein wichtiges Entscheidungskriterium.

https://www.plan-deutschland.de/ueber-uns/wer-wir-sind/rechenschaftsbericht/
http://www.worldvision.de/world-vision-zahlen-und-fakten.php
http://www.sos-kinderdorf.de/transparenz_und_kontrolle.html


Bei kleinen Organisationen kann man auch schauen, ob die Stadt, in der man wohnt lokale Organisationen unterstützt. Wenn die Stadt hier Entwicklungshilfe-Gelder vergibt, muss es doch etwas seriöses ein. So bin ich z.B. auf Msaada gestoßen.
http://www.msaada-ev.de/
Der Verein ermöglicht kenianischen Kindern den Schulbesuch.

Vielleicht haben Sie auch auf einer Reise in ein Entwicklungsland besonders intensive Erfahrungen gesammelt und möchten Kinder speziell in diesem Land unterstützen. Die großen Organisationen bieten Ihnen hier eine sehr große Länderauswahl, es gibt aber auch kleine spezialisierte Organisationen.

Ich habe ein Patenkind in Sri Lanka über Plan und ein Patenkind in Kenia über Msaada.