Mittwoch, 13. Februar 2013

Sinnvoll schenken

Morgen ist Valentinstag!


Für diejenigen, die noch kein Geschenk für Ihren Partner haben hier ein Tipp: Auf den Patenschaftsportalen oder auch bei anderen gemeinnützigen Organisationen kann man kurzfristig eine Geschenkurkunde ausdrucken.
Hier schenkt man dann etwas wirklich Sinnvolles und kein unnützes Zeug, das nur dick macht (z.B. Pralinen) oder in der untersten Schublade landet (z.B. Unterhose mit Herzchenmuster). Nein, man tut hier wirklich etwas Gutes!

Bei Plan gibt es z.B. unter diesem Link hier einen Shop, in dem man je nach Geldbeutel das passende Geschenk auswählen kann. So kosten z.B. vier Moskitonetze gegen Malaria in Sierra Leone nur 18 Euro, eine Latrine für eine Familie in Burkina Faso 41 Euro und Ziegen für Flüchtlinge in Mali 64 Euro.

Bei Oxfam findet man ebenfalls ein Angebot an sinnvollen Geschenken. Hier ist der Link. Für 24 Euro erhält man ein Schaf, für 85 Euro einen Esel oder 18 Euro für Saatgut für Bananenbäume. Natürlich nicht für uns, sondern für eine bedürftige Familie in einem Entwicklungsland.

Einen ähnlichen Shop gibt es auch bei Caritas-international. Einfach hier klicken.

Und das Beste: dies ist auch noch als Spende steuerlich absetzbar und man erhält eine Spendenquittung! Also gibt es dreifach etwas Gutes: ein gutes Gefühl für den Beschenkten, ein besseres Leben für Menschen in Entwicklungsländern und der Schenkende muss etwas weniger Steuern zahlen.

Da muss man doch einfach mitmachen!

Dienstag, 5. Februar 2013

Support Malala!

Wer kennt Malala nicht?


Malala Yousafzai ist Bloggerin und Kinderrechtsaktivistin aus dem Swat-Tal in Pakistan. Sie setzte sich seit ihrem elften Lebensjahr für das Recht von Mädchen auf Bildung ein. Sie berichtete über die Situation im Swat-Tal, wo die Taliban den Schulbesuch von Mädchen verhindern. Die Taliban verübten am 9. Oktober 2012 ein Attentat auf sie, als sie mit dem Bus auf dem Heimweg von der Schule war. Sie wurde durch einen Kopfschuss schwer verletzt. Das Attentat hat nicht nur in Pakistan, sondern auch weltweit Entsetzen ausgelöst. Am 15. Oktober wurde Malala zur weiteren Behandlung nach Großbritannien gebracht.

Malala ist für den Friedensnobelpreis nominiert worden.

Hier ist Ihre erste bewegende Ansprache nach dem Anschlag

Sie gibt die Gründung des Malala Fund bekannt. Hier sind nähere Informationen zum Malala Fund zu finden http://vitalvoices.org/global-initiatives/support-malala-fund

Hier ein interessanter Beitrag zu Frauenrechten unter den Taliban  http://de.wikipedia.org/wiki/Frauenrechte_unter_den_Taliban

Samstag, 2. Februar 2013

Post vom Patenkind

Es kommt Post vom Patenkind


Trifft Post vom Patenkind ein, so ist die Freude groß. Wenn es sich noch um ein sehr kleines Kind handelt, kann es sein, dass es nur ein gemaltes Bild schickt oder die Mutter schreibt. Kann die Mutter nicht schreiben, so kommt der Brief eventuell vom Gemeindevorsteher.

Ich hatte Glück, mein Patenkind war zu Beginn der Patenschaft schon 11 Jahre alt und schreibfreudig. Hier ein gemaltes Bild vom Patenkind. Durch die Bilder lernt man schon einiges über das Umfeld des Patenkindes. Hier sieht man einen Teich mit Seerosen, ein typisches Landschaftsbild in Sri Lanka. Das Patenkind malt auch seine Familie, die Schule, etc. Man sieht die Welt durch die Augen des Patenkindes.


Und hier ein Beispiel für einen Original-Brief des Patenkindes. Dieser hier ist in Singhalesisch verfasst. Wie man sieht, stellt Plan das Papier für die Patenkinder zur Verfügung, da diese aus armen Familien kommen und sich das Papier selbst nicht leisten könnten.

Es wird immer der Originalbrief des Patenkindes mit einer beigefügten englischen Übersetzung geliefert (auf Wunsch kann auch eine deutsche Übersetzung angefertigt werden, aber dies dauert natürlich länger, da dann hier in Deutschland ehrenamtliche Übersetzer tätig werden). Die englische Übersetzung wird von den Mitarbeitern des Patenbüros vor Ort vorgenommen. Die Übersetzung wird entweder handschriftlich vorgenommen (manchmal ist die Handschrift nicht einfach zu entziffern) oder mit der Schreibmaschine, je nachdem wie das Patenbüro ausgestattet ist. Auch die Übersetzungsfähigkeiten der Mitarbeiter variieren, so dass manchmal auch bei einer lesbaren Handschrift viel gerätselt werden muss. Je mehr man über das Patenkind weiß, desto einfacher wird es aber, die Briefe "zu interpretieren".

Sehr schön ist auch, dass man eine Einwegkamera zum Patenkind schicken kann. Am besten mit einer Anleitung in Bildern für das Patenkind, wie die Kamera zu benutzen ist. Dann kann das Patenkind sein Umfeld fotografieren und die Kamera zum Entwickeln wieder zurück nach Deutschland schicken. Es kann ein halbes Jahr dauern, bis die Kamera wieder zurückkommt. Das Patenkind und seine Familie freuen sich natürlich auch riesig, wenn sie einen Abzug der Fotos erhalten.

Freitag, 1. Februar 2013

Brief an das Patenkind

Kann man Briefe an das Patenkind schicken?

Die großen Patenschaftsorganisationen erlauben in der Regel den Austausch von Briefen mit dem Patenkind. Dieser Austausch läuft immer über die Patenschaftsorganisation, damit diese den Schriftverkehr zum Schutz des Kindes überwachen kann.

In der Regel wird ein Übersetzungsservice angeboten. Am besten ist es allerdings, wenn die Briefe auf Englisch verfasst werden. Dann kommt der Brief schneller zum Patenkind. Wenn im Patenland Französisch oder Spanisch gesprochen wird, und man diese Sprachen beherrscht, kann man natürlich auch gleich in diesen Sprachen schreiben.

Am besten ist es, den Brief mit dem Computer zu verfassen, denn Handschriften sind oft schwer lesbar und können zu Missverständnissen führen. Auch kann man in ein Word-Dokument ganz einfach Landkarten, Fotos, etc. einfügen, um so das Geschriebene zu visualisieren.

Was schreibt man dem Patenkind?


Informationen über das Land, in dem wir leben

  • Wo liegt Deutschland? (Europakarte einfügen)
  • Wo wohne ich? In welchem Bundesland? In welcher Stadt? (Fotos schicken vom Heimatort) 
  • Wie ist das Wetter in Deutschland aktuell? Welche Jahreszeiten haben wir in Deutschland und wodurch zeichnen sich diese aus?
  • Welche Gebräuche gibt es? Welche Feste feiern wir? Welche Feiertage gibt es? (z.B. Ostern, Weihnachten, Fasching)
  • Wie sieht die Pflanzen- und Tierwelt aus?
  • Was essen wir hier in Deutschland?
  • Wie funktioniert das Schulsystem?

Informationen über die eigene Familie

  • Wie heißen Sie? Wie alt sind Sie?
  • Wie sieht die Familienzusammensetzung aus? Haben Sie Kinder? Wie alt sind diese? Wie heißen sie?
  • Was machen Sie beruflich?
  • Wie sieht Ihr Tagesablauf aus? Wie sieht der Tagesablauf der Kinder aus?
  • Was machen Sie in Ihrer Freizeit? Welche Hobbies haben Sie? 
  • Was essen Sie gerne?
  • Was und wie kochen Sie?
  • Haben Sie Haustiere in der Familie?
  • Schicken Sie Fotos von sich und Ihrer Familie!

Fragen an das Patenkind

  • Um das Patenkind zum Schreiben zu ermuntern, sollte man auch direkte Fragen in den Brief einbauen. Man kann z.B. erst schreiben, welche Tiere es in Deutschland gibt und dann das Patenkind fragen, welche Tiere es im Patenland gibt
  • Hat das Patenkind Geschwister? Wie alt sind diese und wie heißen sie? Haben die Namen eine bestimmte Bedeutung?
  • Wie weit ist der Weg zur Schule und wie kommt das Patenkind dort hin?
  • Welche Freunde hat das Patenkind und wie heißen sie?
  • Was ist das Lieblings-Schulfach des Patenkindes?
  • Wie sieht der Tagesablauf des Patenkindes aus? 
  • Was ist der Berufswunsch des Patenkindes?
  • Was ist das Lieblings-Essen des Patenkindes?
  • etc.
Man kann hier natürlich seiner Kreativität freien Lauf lassen.

Dienstag, 29. Januar 2013

Schulpatenschaften

Was versteht man unter einer Schulpatensschaft?

Während die Beiträge für eine "normale" Kinderpatenschaft  über eine Verbesserung der Lebensumstände des Kindes nur indirekt dem Kind zukommt, handelt es sich bei einer Schulpatenschaft, um eine Patenschaft, die einem Kind durch die Paten-Beiträge den Besuch einer Schule ermöglicht. Mit dem Patenbeitrag werden so i.d.R. Schulgebühren, Schulkleidung, Bücher und sonstige Unterrichtsmaterialen sowie das Mittagessen in der Schule gedeckt.

In Entwicklungsländern ist die Alphabetisierungsquote oft gering. In vielen Entwicklungsländern stellen Schulgebühren ein Hindernis für den Schulbesuch von Kindern aus armen Familien dar. Diese werden dann entweder gar nicht zur Schule geschickt oder nur die Jungen, da die Mädchen ja ohnehin verheiratet werden und dann in den Haushalt der Schwiegerfamilie übergehen.

Die Unicef setzt sich für das Abschaffen der Schulgebühren ein. Dies wäre schon ein großer Schritt in die richtige Richtung. Allerdings wird in vielen Ländern es für Mädchen nicht als notwendig erachtet, sich Schulwissen anzueignen. Hier muss darauf hingearbeitet werden, den Wert der Mädchen und Frauen zu steigern.

Sonntag, 27. Januar 2013

Wie wählt man die richtige Organisation aus?

Checkliste für sicheres Spenden


Das DZI hat eine Checkliste für sicheres Spenden zusammengestellt, die ich hier kurz zusammenfasse:

  1. Ist die Organisation als steuerlich begünstigt (gemeinnützig) anerkannt?
  2. Sind vollständige Kontaktinformationen vorhanden?
  3. Gibt es einen Jahresbericht bzw. ist die Organisation bereit, Auskünfte zu erteilen?
  4. Ist der Spendenaufruf sachlich, eindeutig und informativ gestaltet? Eine werbliche Ansprache, die Mitleid, Angst, Druck oder besondere Dringlichkeit erzeugt ist unseriös!
  5. Werden provokante, grausame oder stark gefühlsbetonte Bilder gezeigt? Dies ist ebenfalls unseriös.
  6. Gehört die Organisation einem renommierten Dachverband an?
  7. Unterzieht sich die Organisation einer Überprüfung durch Dritte?
  8. Trägt die Organisation das DZI Spenden-Siegel?

Übrigens findet man beim DZI einen Jahres-Almanach, in dem unter anderem die zertifizierten Organisationen portraitiert sind. Der aktuelle ist kostenpflichtig, aber die vom Vorjahr können als pdf kostenlos heruntergeladen werden und zwar hier: http://www.dzi.de/dzi-institut/verlag/spenden-almanach/

Samstag, 26. Januar 2013

Beim Patenkind Zuhause

Dies ist der emotionalste Teil des Besuchs im Land des Patenkindes. Endlich lernt man das Patenkind und seine Familie auch persönlich kennen. Gleichzeitig erhält man Einblick in die Sitten und Gebräuche im Patenland.

Hier ein kurzer Bericht von unserem Besuch in Sri Lanka bei unserem Patenkind.

Zunächst werden wir herzlich begrüßt. Alle Familienmitglieder fallen vor uns zu Boden, um uns zu begrüßen, denn Besuch aus dem Ausland ist etwas ganz Besonderes. Wir erhalten Blätter zur Begrüßung. "Ayubovan" ist der traditionelle Gruß. Man wünscht hiermit ein langes und glückliches Leben.


Die Dame vom Patenbüro übersetzt, dass wir gleich zum Tee eingeladen werden. Die große Schwester zeigt uns das Haus und den Hof. Die Familie hat kein fließendes Wasser, es gibt aber einen Brunnen im Garten, der das Wasser zum Kochen und Waschen liefert. Das Patenkind erscheint mit einem Tablett mit gefüllten Gläsern darauf. Ich nehme eines davon und trinke und wundere mich, dass der Inhalt weder warm ist noch nach Tee schmeckt. Das Patenkind schaut entsetzt. Die Dame vom Patenbüro erklärt: "This water ist not for drinking". Erstes Fettnäpfchen: Das Erscheinen des Patenkindes mit dem Tablett mit Gläsern bedeutet, dass alles zum Tee angerichtet ist. Zum Annehmen der Einladung, legt man die Hand aufs Tablett.
Wir gehen ins Haus und es gibt Kuchen, Plätzchen, Kokos-Gebäck und Bananen. Ich werde vom Patenkind gefüttert. Dies ist eine besondere Bezeugung von Ehrerbietung.

 

Anschließend geht es zur Foto-Session vors Haus. Die ganze Familie muss mit aufs Bild. Wir machen dann auch noch auf Wunsch der Familie Einzelfotos von jedem Familienmitglied und auch von der Nachbarin mit ihrem Baby, die wir dann später als Abzüge nach Sri Lanka schicken.



Ein Regenguss treibt uns wieder nach drinnen und wir schauen uns gemeinsam das Hochzeitsalbum der großen Schwester an. Bis dann schließlich mein Patenkind wieder mit dem Tablett kommt. Nun wissen wir ja, wie wir zu reagieren haben. Das Dinner ist bereit. Es gibt Reis, Gemüse, Bohnen und fermentierte Fischsauce. Die Gäste müssen zuerst essen, damit auch sicher gestellt ist, dass sie satt werden. Das ist für uns etwas ungewohnt - beim Essen ist man unter ständiger Beobachtung und bekommt immer neue Häppchen zugeschoben. Erst als wir fertig sind, fängt auch die Familie an, zu essen. Normalerweise wird in Sri Lanka mit der rechten Hand gegessen. Uns Fremden hat man aber netterweise einen Löffel zur Verfügung gestellt.




Wir übergeben die Geschenke, die wir mitgebracht haben. Die Plan-Betreuerin ist vorher auch nochmal mit uns einkaufen gegangen, so dass wir wirklich das schenken können, was die Familie benötigt wie z.B. Reis, Milchpulver, Zahnpasta, Seife, Schulhefte, Kugelschreiber.

Zum Schluss geht der Vater in den Urwald und besorgt einen Palmen-Schößling. Diesen pflanzen wir dann gemeinsam vor dem Haus ein als Erinnerung an unseren Besuch.


 Dies war ein unvergesslicher Tag für unsere Patenfamilie und auch für uns!