Freitag, 12. April 2013

HIlfe für Afrika - Msaada Groß-Gerau e.V.

Msaada Groß-Gerau e.V. hilft in Kenia

Heute stelle ich mit Msaada Groß-Gerau e.V. einen kleinen Verein vor, der sich der Förderung der Selbsthilfe in Kenia widmet. Der Name leitet sich von dem Wort Hilfe/Unterstützung in der Landessprache Swahili ab.
In Kenia gibt es zwar eine Schulpflicht, jedoch müssen an den staatlichen Schulen die gesamten Schulutensilien wie Bücher, Schuluniform, Hefte und Stifte von den Eltern selbst bezahlt werden. Dies können sich viele Familien nicht leisten. Außerdem sind aufgrund des Lehrermangels die Klassenverbände sehr groß und die Räumlichkeiten der Schulen in sehr schlechtem Zustand.

Das Ehepaar Lach-Schulze hat durch Urlaube der Region Einblick in die Armut vor Ort gewonnen und beschlossen, dass hier geholfen werden muss. 2004 wurde daraufhin der Verein Msaada in Groß-Gerau gegründet.

Die Arbeit des Vereins umfasst folgende Projekte:

  • Schulausbildung. Hierbei wird in Tiwi im Süden Kenias mit einer Missionsschule zusammengearbeitet. Neben der Ausbildung selbst werden Schulbücher, Uniformen, Schuhe und die Schulspeisung finanziert. In der Schule nehmen die Kinder oft die einzige warme Mahlzeit des Tages zu sich, die meist aus Reis und Gemüse besteht. Außerdem wurde ein Schulbus angeschafft, um die Kinder zur Schule zu bringen.
  • Arbeit und Unterstützung für Frauen, die mit der Herstellung von traditionellem Schmuck, Körben, Tüchern etc. zum Familieneinkommen beitragen können. Die Produkte werden z.B. auf Veranstaltungen und Weihnachtsmärkten in Deutschland verkauft. 
  • Medizinische Versorgung: Errichtung einer Krankenstation mit Labor, Einfriedung mit einer Mauer, um vor Überfällen zu schützen.

Wie kann man die Arbeit des Vereins unterstützen:

  • Schulpatenschaft: diese kostet 180 € im Jahr. Die Paten erhalten jährlich einen kurzen Bericht über die Aktivitäten in der Region und zwei bis drei Fotos vom Patenkind im Jahr. So kann man die positive Entwicklung der Patenkinder über die Jahre verfolgen.

Hier zwei Fotos von meinem Patenkind Mariam.

  • Mitgliedschaft: Die Mitgliedschaft im Verein kostet 24 € im Jahr.
  • Spenden: Natürlich werden auch Spenden in beliebiger Höhe gerne entgegengenommen.

Msaada ist als gemeinnütziger Verein anerkannt. Daher können die Spenden auch steuerlich abgesetzt werden. Paten und Spender erhalten jährlich eine Spendenbesscheinigung fürs Finanzamt.
Da die Vereinsmitglieder ehrenamtlich arbeiten, fallen grundsätzlich keine Verwaltungskosten (außer z.B. Portokosten) an.

Wollen Sie eine Patenschaft übernehmen? 

Hier geht es zur Homepage von Msaada http://www.msaada-ev.de/

Samstag, 2. März 2013

Geschenke für das Patenkind

 Darf ich meinem Patenkind etwas schenken?


Die großen Patenschaftsorganisationen bieten die Möglichkeit, Geschenke an das Patenkind weiterzuleiten.

Geschenke für das Patenkind sollten nicht zu hochwertig sein, damit diese zum einen nicht am Zoll oder auf dem Weg "verlorengehen" und zum anderen nicht den Neid anderer Dorfbewohner hervorrufen. Auch sollten sie nicht zu schwer sein, damit die Transport- und Zollgebühren in Grenzen bleiben.

Hier sind ein paar Ideen:
  • Sticker, Postkarten
  • Haarbänder, Haargummis
  • kleiner Taschenspiegel
  • kleine Taschenlampe
  • Schulheft, Block
  • Mäppchen für die Schule
  • Malbücher
  • Kugelschreiber
  • Briefpapier, -umschläge
  • Puppen, Spielzeugautos, Teddys
  • dünne Paperback-Bücher in englischer Sprache bzw. in Landessprache
  • Bilderbuch/Bildband z.B. über Deutschland
  • Springseil
  • Kamm, Haarbürste
  • kleine Taschen oder Rucksäcke
  • T-Shirt, Fußballtrikot
  • Halstuch
  • kleine Bälle
Was NICHT verschickt werden darf:
  • Bargeld
  • Lebensmittel

Plan bietet einen eigenen Plan Shop. Dieser beinhaltet zum einen Geschenke für das Patenkind (mit Gewichtsangabe) und zum anderen Artikel für die Paten, die exklusiv und fair für den Plan Shop hergestellt werden und deren Erträge in Selbsthilfeprojekte investiert werden. Man kann aber auch selbst erworbene Geschenke schicken. Hierbei hat Plan die Gewichtsgrenze von 150g für das Patenkind und 250g je Sendung wenn Geschwisterkinder einbezogen werden gesetzt. Plan bittet um Portoersatz in Form von Briefmarken für Sendungen mit Geschenken.

Word Vision begrenzt die Geschenke für Kinder auf das Format für Maxibriefe.
Bei World Vision besteht zudem die Möglichkeit einer familienbezogenen Sonderspende zwischen 50 und 100 Euro.

Tipp: In den Briefen ans Patenkind sollte man immer die beigefügten Geschenke vermerken und das Patenkind bitten, zu schreiben, wenn es diese erhalten hat. So hat man eine gute Kontrolle, ob die Geschenke auch angekommen sind.

Mittwoch, 13. Februar 2013

Sinnvoll schenken

Morgen ist Valentinstag!


Für diejenigen, die noch kein Geschenk für Ihren Partner haben hier ein Tipp: Auf den Patenschaftsportalen oder auch bei anderen gemeinnützigen Organisationen kann man kurzfristig eine Geschenkurkunde ausdrucken.
Hier schenkt man dann etwas wirklich Sinnvolles und kein unnützes Zeug, das nur dick macht (z.B. Pralinen) oder in der untersten Schublade landet (z.B. Unterhose mit Herzchenmuster). Nein, man tut hier wirklich etwas Gutes!

Bei Plan gibt es z.B. unter diesem Link hier einen Shop, in dem man je nach Geldbeutel das passende Geschenk auswählen kann. So kosten z.B. vier Moskitonetze gegen Malaria in Sierra Leone nur 18 Euro, eine Latrine für eine Familie in Burkina Faso 41 Euro und Ziegen für Flüchtlinge in Mali 64 Euro.

Bei Oxfam findet man ebenfalls ein Angebot an sinnvollen Geschenken. Hier ist der Link. Für 24 Euro erhält man ein Schaf, für 85 Euro einen Esel oder 18 Euro für Saatgut für Bananenbäume. Natürlich nicht für uns, sondern für eine bedürftige Familie in einem Entwicklungsland.

Einen ähnlichen Shop gibt es auch bei Caritas-international. Einfach hier klicken.

Und das Beste: dies ist auch noch als Spende steuerlich absetzbar und man erhält eine Spendenquittung! Also gibt es dreifach etwas Gutes: ein gutes Gefühl für den Beschenkten, ein besseres Leben für Menschen in Entwicklungsländern und der Schenkende muss etwas weniger Steuern zahlen.

Da muss man doch einfach mitmachen!

Dienstag, 5. Februar 2013

Support Malala!

Wer kennt Malala nicht?


Malala Yousafzai ist Bloggerin und Kinderrechtsaktivistin aus dem Swat-Tal in Pakistan. Sie setzte sich seit ihrem elften Lebensjahr für das Recht von Mädchen auf Bildung ein. Sie berichtete über die Situation im Swat-Tal, wo die Taliban den Schulbesuch von Mädchen verhindern. Die Taliban verübten am 9. Oktober 2012 ein Attentat auf sie, als sie mit dem Bus auf dem Heimweg von der Schule war. Sie wurde durch einen Kopfschuss schwer verletzt. Das Attentat hat nicht nur in Pakistan, sondern auch weltweit Entsetzen ausgelöst. Am 15. Oktober wurde Malala zur weiteren Behandlung nach Großbritannien gebracht.

Malala ist für den Friedensnobelpreis nominiert worden.

Hier ist Ihre erste bewegende Ansprache nach dem Anschlag

Sie gibt die Gründung des Malala Fund bekannt. Hier sind nähere Informationen zum Malala Fund zu finden http://vitalvoices.org/global-initiatives/support-malala-fund

Hier ein interessanter Beitrag zu Frauenrechten unter den Taliban  http://de.wikipedia.org/wiki/Frauenrechte_unter_den_Taliban

Samstag, 2. Februar 2013

Post vom Patenkind

Es kommt Post vom Patenkind


Trifft Post vom Patenkind ein, so ist die Freude groß. Wenn es sich noch um ein sehr kleines Kind handelt, kann es sein, dass es nur ein gemaltes Bild schickt oder die Mutter schreibt. Kann die Mutter nicht schreiben, so kommt der Brief eventuell vom Gemeindevorsteher.

Ich hatte Glück, mein Patenkind war zu Beginn der Patenschaft schon 11 Jahre alt und schreibfreudig. Hier ein gemaltes Bild vom Patenkind. Durch die Bilder lernt man schon einiges über das Umfeld des Patenkindes. Hier sieht man einen Teich mit Seerosen, ein typisches Landschaftsbild in Sri Lanka. Das Patenkind malt auch seine Familie, die Schule, etc. Man sieht die Welt durch die Augen des Patenkindes.


Und hier ein Beispiel für einen Original-Brief des Patenkindes. Dieser hier ist in Singhalesisch verfasst. Wie man sieht, stellt Plan das Papier für die Patenkinder zur Verfügung, da diese aus armen Familien kommen und sich das Papier selbst nicht leisten könnten.

Es wird immer der Originalbrief des Patenkindes mit einer beigefügten englischen Übersetzung geliefert (auf Wunsch kann auch eine deutsche Übersetzung angefertigt werden, aber dies dauert natürlich länger, da dann hier in Deutschland ehrenamtliche Übersetzer tätig werden). Die englische Übersetzung wird von den Mitarbeitern des Patenbüros vor Ort vorgenommen. Die Übersetzung wird entweder handschriftlich vorgenommen (manchmal ist die Handschrift nicht einfach zu entziffern) oder mit der Schreibmaschine, je nachdem wie das Patenbüro ausgestattet ist. Auch die Übersetzungsfähigkeiten der Mitarbeiter variieren, so dass manchmal auch bei einer lesbaren Handschrift viel gerätselt werden muss. Je mehr man über das Patenkind weiß, desto einfacher wird es aber, die Briefe "zu interpretieren".

Sehr schön ist auch, dass man eine Einwegkamera zum Patenkind schicken kann. Am besten mit einer Anleitung in Bildern für das Patenkind, wie die Kamera zu benutzen ist. Dann kann das Patenkind sein Umfeld fotografieren und die Kamera zum Entwickeln wieder zurück nach Deutschland schicken. Es kann ein halbes Jahr dauern, bis die Kamera wieder zurückkommt. Das Patenkind und seine Familie freuen sich natürlich auch riesig, wenn sie einen Abzug der Fotos erhalten.

Freitag, 1. Februar 2013

Brief an das Patenkind

Kann man Briefe an das Patenkind schicken?

Die großen Patenschaftsorganisationen erlauben in der Regel den Austausch von Briefen mit dem Patenkind. Dieser Austausch läuft immer über die Patenschaftsorganisation, damit diese den Schriftverkehr zum Schutz des Kindes überwachen kann.

In der Regel wird ein Übersetzungsservice angeboten. Am besten ist es allerdings, wenn die Briefe auf Englisch verfasst werden. Dann kommt der Brief schneller zum Patenkind. Wenn im Patenland Französisch oder Spanisch gesprochen wird, und man diese Sprachen beherrscht, kann man natürlich auch gleich in diesen Sprachen schreiben.

Am besten ist es, den Brief mit dem Computer zu verfassen, denn Handschriften sind oft schwer lesbar und können zu Missverständnissen führen. Auch kann man in ein Word-Dokument ganz einfach Landkarten, Fotos, etc. einfügen, um so das Geschriebene zu visualisieren.

Was schreibt man dem Patenkind?


Informationen über das Land, in dem wir leben

  • Wo liegt Deutschland? (Europakarte einfügen)
  • Wo wohne ich? In welchem Bundesland? In welcher Stadt? (Fotos schicken vom Heimatort) 
  • Wie ist das Wetter in Deutschland aktuell? Welche Jahreszeiten haben wir in Deutschland und wodurch zeichnen sich diese aus?
  • Welche Gebräuche gibt es? Welche Feste feiern wir? Welche Feiertage gibt es? (z.B. Ostern, Weihnachten, Fasching)
  • Wie sieht die Pflanzen- und Tierwelt aus?
  • Was essen wir hier in Deutschland?
  • Wie funktioniert das Schulsystem?

Informationen über die eigene Familie

  • Wie heißen Sie? Wie alt sind Sie?
  • Wie sieht die Familienzusammensetzung aus? Haben Sie Kinder? Wie alt sind diese? Wie heißen sie?
  • Was machen Sie beruflich?
  • Wie sieht Ihr Tagesablauf aus? Wie sieht der Tagesablauf der Kinder aus?
  • Was machen Sie in Ihrer Freizeit? Welche Hobbies haben Sie? 
  • Was essen Sie gerne?
  • Was und wie kochen Sie?
  • Haben Sie Haustiere in der Familie?
  • Schicken Sie Fotos von sich und Ihrer Familie!

Fragen an das Patenkind

  • Um das Patenkind zum Schreiben zu ermuntern, sollte man auch direkte Fragen in den Brief einbauen. Man kann z.B. erst schreiben, welche Tiere es in Deutschland gibt und dann das Patenkind fragen, welche Tiere es im Patenland gibt
  • Hat das Patenkind Geschwister? Wie alt sind diese und wie heißen sie? Haben die Namen eine bestimmte Bedeutung?
  • Wie weit ist der Weg zur Schule und wie kommt das Patenkind dort hin?
  • Welche Freunde hat das Patenkind und wie heißen sie?
  • Was ist das Lieblings-Schulfach des Patenkindes?
  • Wie sieht der Tagesablauf des Patenkindes aus? 
  • Was ist der Berufswunsch des Patenkindes?
  • Was ist das Lieblings-Essen des Patenkindes?
  • etc.
Man kann hier natürlich seiner Kreativität freien Lauf lassen.

Dienstag, 29. Januar 2013

Schulpatenschaften

Was versteht man unter einer Schulpatensschaft?

Während die Beiträge für eine "normale" Kinderpatenschaft  über eine Verbesserung der Lebensumstände des Kindes nur indirekt dem Kind zukommt, handelt es sich bei einer Schulpatenschaft, um eine Patenschaft, die einem Kind durch die Paten-Beiträge den Besuch einer Schule ermöglicht. Mit dem Patenbeitrag werden so i.d.R. Schulgebühren, Schulkleidung, Bücher und sonstige Unterrichtsmaterialen sowie das Mittagessen in der Schule gedeckt.

In Entwicklungsländern ist die Alphabetisierungsquote oft gering. In vielen Entwicklungsländern stellen Schulgebühren ein Hindernis für den Schulbesuch von Kindern aus armen Familien dar. Diese werden dann entweder gar nicht zur Schule geschickt oder nur die Jungen, da die Mädchen ja ohnehin verheiratet werden und dann in den Haushalt der Schwiegerfamilie übergehen.

Die Unicef setzt sich für das Abschaffen der Schulgebühren ein. Dies wäre schon ein großer Schritt in die richtige Richtung. Allerdings wird in vielen Ländern es für Mädchen nicht als notwendig erachtet, sich Schulwissen anzueignen. Hier muss darauf hingearbeitet werden, den Wert der Mädchen und Frauen zu steigern.