Donnerstag, 21. November 2013

Malala erhält Sacharow-Preis

Überlebende, Heldin, Kinderrechtsaktivistin oder einfach das mutigste Mädchen der Welt. Ich freue mich über die Verleihung des Sacharows-Preises für geistige Freiheit an Malala Yousafzai.

Dieses 16-jährige Mädchen ist eine grandiose Rednerin. Sie wird hoffentlich einmal eine große Politikerin werden. Große Worte kann man jedenfalls auch jetzt schon immer von ihr erwarten.

"57 Millionen Kinder können nicht zur Schule gehen. Sie wollen kein iphone, keine xbox, keine Schokolade. Sie wollen nur ein Buch und einen Kugelschreiber."

Hier ein Ausschnitt aus der Rede:


Noch mehr von diesen mutigen Mädchen und noch mehr von diesen Vätern. Ihr Vater soll gesagt haben "Ich habe ihr nicht die Flügel gestutzt. Sie soll fliegen."

Wir alle wollen mitarbeiten am Anliegen von Malala. Durch eine Kinderpatenschaft kann man dazu beitragen, dass Kinder in den Entwicklungsländern eine bessere Zukunft haben.

Freitag, 25. Oktober 2013

Christoffel Blindenmission

Armut + Behinderung = doppeltes Leid


Heute will ich eine christliche Hilfsorganisation vorstellen: Die Christoffel Blindenmission gehört zu den größten Hilfsorganisationen in Deutschland. Schwerpunkte der Arbeit der CBM ist - wie der Name schon sagt - die Prävention von Blindheit. Gerade in Entwicklungsländern herrscht ein erheblich höheres Risiko der Erblindung aufgrund von schlechten hygienischen Umweltbedingungen. Ernährungsproblemen wie Wasser- und Vitaminmangel oder durch bakterielle Erkrankungen.
Die CBM finanziert über Spenden unter anderem Aufklärungsprojekte und Augenoperationen.
Aber nicht nur die Augen sind im Fokus wie man aus dem Namen schließen könnte, sondern auch andere Behinderungen.
Gerade Menschen mit Behinderungen werden in Entwicklungsländern oft besonders stigmatisiert und haben neben Armut auch noch mit sozialer Isolation zu kämpfen.
Die CBM unterstützt Partnerorganisationen in Entwicklungsländern, damit Menschen mit Behinderungen die erforderlichen Operationen erhalten oder auch ganz einfach Seh- und Hörhilfen, Prothesen o.ä. Auf diese Weise sollen durch Behinderungen benachteiligte Menschen ein unabhängiges Leben führen können.


 "In Entwicklungsländern erhalten rund 80 Prozent der Menschen mit Behinderungen keine ärztliche Versorgung. Durchschnittlich nur jedes zehnte behinderte Kind kann eine Schule besuchen. Damit werden ihre Menschenrechte eindeutig verletzt"
Dr. Rainer Brockhaus, Direktor der Christoffel-Blindenmission

Ich habe lange überlegt, ob ich eines der vielen YouTube-Videos von CBM hier einstellen soll, da der Anblick von verunstalteten Kindern natürlich kein angenehmer ist. Aber schön ist, wenn man sehen kann, wie den Kindern geholfen wird und dass sie nachher wieder ein normales Leben führen können. Hier ist eines von den zahlreichen Videos:



Die CBM freut sich über Spenden in jeder Höhe, z.B.

  • 20 € für die Ausstattung eines gehörlosen Kindes mit einem Hörgerät
  • 100 €, um einem Kind den Schulbesuch zu ermöglichen
  • 125 € für eine Katarakt-Operation (Grauer Star) an einem Kind unter Vollnarkose

Kinderpatenschaft

Für 20 € im Monat besteht die Möglichkeit, eine Kinderpatenschaft für ein behindertes Kind in einem Entwicklungsland zu übernehmen.
Alle zwei Monate erhält man laut CBM Patenpost mit Bildern und Berichten über die Fortschritte des CBM-Patenkinds und man kann so die positive Veränderung miterleben.


Wer spenden möchte - hier ist der Link zur Website CBM.

Samstag, 7. September 2013

Hurra, die Einwegkamera ist wieder da!

Viele Patenorganisationen ermöglichen es den Paten, eine Einwegkamera an das Patenkind zu schicken. Dies ist eine tolle Gelegenheit, viel mehr Fotos als die jährlichen Standard-Fotos des Kindes von der Patenorganisation zu erhalten und so auch das Umfeld des Patenkindes besser kennenzulernen.

Und es ist immer eine Riesenfreude, wenn die Einwegkamera wieder zurückkommt. Das kann ein halbes Jahr oder länger dauern. Oft dachte ich schon, sie sei verloren gegangen. Und irgendwann trudelte doch ein dicker gepolsterter Umschlag ein. Wie vor ca. einer Woche wieder - die letzten Fotos von meinem Patenkind aus Sri Lanka.

Dann schnell die Kamera zum Entwickeln geben und es beginnt eine Zeit des bangen Wartens, ob denn wirklich auch etwas auf dem Film drauf ist. Leider vergisst mein Patenkind manchmal, bei Innenaufnahmen den Blitz zu verwenden und dann ist nicht viel auf den Bildern zu sehen.

Mein Tipp also: immer beim Versand der Einwegkamera im beiliegenden Brief die Bedienung auf englisch erklären und vor allem, wann und wie der Blitz zu verwenden ist. Das steht nämlich in der Regel nur in deutsch auf den in Deutschland gekauften Einwegkameras. Leider ist die Funktionsweise nicht immer identisch, so dass man den Text nicht einfach per copy and paste wiederverwenden kann, sondern immer tatsächlich erstmal die Texte oder Piktogramme zur Bedienung auf dem jeweiligen Kameramodell durchlesen muss.

Damit das Patenkind auf Fotoideen kommt, kann man auch Wünsche äußern, z.B. fotografiere doch mal Deine Freunde, Haustiere, euer Haus, etc. Im Gegenzug freut sich das Patenkind natürlich auch über Fotos der Freunde des Paten, von dessen Haustieren, vom Haus, etc. Auf jeden Fall hat auch das Patenkind einen riesigen Spaß dabei, die Kamera zu benutzen.

Leider dauert es eine ganze Woche oder länger, bis der Film aus der Einwegkamera entwickelt ist. Der Film ist halt nicht digital, aber ich lasse auch eine CD davon machen, um die Bilder auch digital zu speichern.

Dann ist die Spannung groß ... und hurra, die Bilder sind gut geworden! Der Vater bei der Arbeit, der Bruder, welcher Mönch ist, zu Besuch ... das sind viele tolle Eindrücke.

Die CD behalte ich und die Abzüge schicke ich an mein Patenkind. So kann ich auf Wunsch auch noch Fotos für mein Patenkind nachmachen, z.B. für die Freunde.


Sonntag, 1. September 2013

Engel für Afrika

Heute bin ich in Bischofsheim über den Künstlermarkt geschlendert und habe dort einen Stand gefunden, an dem Schutzengel-Anhänger für Afrika verkauft werden.
Ich habe mir gleich einen der hübschen Anhänger für 5 Euro gekauft und einen Prospekt der Patenschaftsorganisation mitgenommen.


Der Verein Funyula Vision e.V. arbeitet im Westen Kenias im Distrikt Busia. In dieser armen Gegend werden vom Verein Schulpatenschaften für 21,75 Euro angeboten. Es besteht auch die Möglichkeit, nur eine Lunchspende für 10 Euro im Monat abzuschließen. Die noch zu vermittelnden Kinder werden in einem Forum vorgestellt. In einem Boarding-House werden Kinder untergebracht, die keine Eltern mehr haben. In einem Shop können u.a. Schul- und Sportkleidung für die Kinder bestellt werden. Es besteht die Möglichkeit des Briefverkehrs mit den Patenkindern sowie die Möglichkeit, das Patenkind in der Schule zu besuchen.

Die Engel-Schmuckanhänger (mein Favorit rechts oben im Bild) werden unter www.PediArtSt.de angeboten. Den Reinerlös stiftet die Künstlerin für Projekte des Vereins in Kenia, wie z.B. aktuell ein Auto für die Schule in Funyula.

Die Webseite des Vereins ist hier zu finden: http://www.funyula-vision.org


Freitag, 16. August 2013

Abschied und ein neuer Anfang

Ende der Patenschaft

Wird das Patenkind 18 Jahre alt, so endet die Patenschaft. Dies wird von den Patenschaftsorganisationen damit begründet, dass für das Patenkind nun ein neuer Lebensabschnitt mit mehr Eigenständigkeit und Verantwortung beginnt - und natürlich warten auch noch viele kleine Patenkinder sehnsuchtsvoll auf einen Paten. Mögliche Gründe für eine Beendigung der Patenschaft sind auch, wenn die Patenkindfamilie dauerhaft aus dem Projektgebiet wegzieht oder wenn die Projektziele erreicht sind.

Mein Patenkind Priyangika Sanjeewani ist im August volljährig geworden. Nun ist der taurige, aber schon erwartete Brief von Plan gekommen, der mit mitteilt, dass die Patenschaft nun beendet ist. Ich habe mein Patenkind über acht Jahre in seiner Entwicklung begleitet und das Abschiednehmen fällt sehr schwer. Der Pate hat nun die Möglichkeit, einen letzten Abschiedsbrief an das Patenkind zu schreiben. Dieser Aufgabe werde ich mich nun in den nächsten Tagen widmen.

Zusammen mit dem Abschiedsbrief ist eine neue Patenmappe mit dem Vorschlag für ein neues Patenkind eingegangen.


Der Pate kann Einfluss darauf nehmen, in welchem Land er die neue Patenschaft übernehmen will und ob er ein Mädchen oder einen Jungen als Patenkind annehmen will. Ich habe das Land offen gelassen, aber den Wunsch nach einem Mädchen geäußert.

Ich freue mich nun, in Zukunft mein neues Patenkind Unity aus Kamerun näher kennenlernen zu dürfen. Sie ist neun Jahre alt und besucht die Grundschule. Sie hat einen Bruder und eine Schwester, ihre Mutter ist Bäuerin. Sie lebt in einem Haus mit einem Dach aus Metall, der Fußboden ist blanke Erde. Gekocht wird mit Holz als Brennmaterial, das Wasser bezieht die Familie aus einem Bohrbrunnen.

Herausforderungen im Programmgebiet sind
  • Kindesmisshandlung: körperliche Züchtigung wird als gängige Erziehungsmethode betrachtet, teilweise Vernachlässigung durch die Mütter, sexuelle Misshandlung von Mädchen
  • Gesundheit: Malaria, Mangelernährung, Durchfall, Atemwegsinfektionen, Masern, Tetanus und Polio, Aids (dritthöchste HIV-Rate des Landes)
  • Wasser und sanitäre Versorgung (in den meisten Dörfern erleichtern sich die Menschen noch im Freien)
  • Bildung: viele Grundschulen sind in einem heruntergekommenen Zustand und schlecht ausgestattet (es fehlen Tische und Bücher, die Klassen sind überfüllt, es gibt kein Wasser und es fehlen Toiletten)

Übrigens ist eine Kinderpatenschaft kein Vertrag mit Kündigungsfristen, sondern eine freiwillige Zuwendung, so dass diese jederzeit gekündigt werden kann, wenn es z.B. aus finanzellen Gründen nicht mehr möglich ist, die Kinderpatenschaft fortzuführen (natürlich ist die Angabe von Gründen nicht erforderlich). Also ist die Übernahme einer Kinderpatenschaft kein finanzielles Risiko.

Freitag, 9. August 2013

Wasser ist Leben

Bei diesem Posting geht es zwar nicht um Kinderpatenschaften, sondern um sauberes Trinkwasser, aber dennoch ist der Spot sehr sehenswert und der gemeinsame Anker ist die Verbesserung der Lebensbedingungen in den Entwicklungsländern. Die Organisation Water is Life und die Werbeagentur DDB New York haben diesen Spot kreiert. Im Mittelpunkt steht der kleine Massai-Junge Nkaitole. Fakt ist, dass jedes fünfte Kind in seiner Heimat in Kenia nicht seinen fünften Geburtstag erleben darf. Ursache ist unter anderem die schlechte Trinkwasserqualität. Die Story ist, dass dem kleinen Massai-Jungen, der sein Dorf noch nie verlassen hat, schon mal sicherheitshalber im Voraus alle seine Lebenswünsche erfüllt werden, falls er sein fünftes Lebensjahr nicht erreichen wird, z.B. mit einem Boot fahren, das Meer sehen, von einem Mädchen geküsst werden.

Water is Life versorgt Entwicklungsländer mit dem "Straw". Dies ist ein Filtergerät, mit welchem reines sauberes Trinkwasser gewonnen werden kann. Hierdurch werden alle durch Wasser übertragenen Krankheiten wie z.B. Typhus, Cholera, Amöbenruhr, Guinea-Wurm, Durchfall verhindert. Jeder "Straw" kostet 10 Dollar und kann ein Jahr lang eine Person mit sauberem Trinkwasser versorgen. Die "Straws" sind natürlich nur der erste Schritt und als Kurzzeithilfe gedacht, dann folgen größere Brunnen-Projekte. Außerdem werden die Menschen auch in Wasser-Hygiene geschult.

Die Website der Organisation Water is Life ist hier zu finden Homepage Water is Life

Spenden sind willkommen!

Freitag, 2. August 2013

Girls Rising

Der Dokumentarfilm "Girls Rising" wurde von 10 x 10, einer weltweiten Aktionskampagne für die Rechte von Mädchen auf Bildung, produziert. 10 x 10 wurde gegründet von namhaften Journalisten, Paul G. Allen's Vulcan Productions mit Intel als strategischem Partner.
Der Film erzählt die bewegende Geschichte von 9 Mädchen aus 9 verschiedenen Ländern. Schon der Trailer macht Lust auf mehr, wie Ihr unten sehen könnt.
Die Weltpremiere von "Girl Rising" fand am 7. März mit UN-Generalsekretär Ban Ki-moon in Washington D.C.statt. Das Kinderhilfswerk Plan hat für den 28. August eine Aufführung des Film in Hamburg organisiert.




Ziele von 10 x 10 sind
  1. Change Minds - die Einstellungen der Menschen verändern über Storytelling und Einsatz der sozialen Medien zur Verbreitung
  2. Change Lives - durch Partner, wie z.B. Plan, die nachweislich Erfahrungen bei der Bildungsförderung von Mädchen aufweisen, werden Leben von Mädchen in den Entwicklungsländern verändert
  3. Change Policy - durch Kontakt zu Politikern und Regierungen wird versucht, die Wichtigkeit der Bildungsförderung für Mädchen deutlich zu machen
Weitere Informationen über 10 x 10 findet Ihr hier auf deren offizieller Webseite:  http://10x10act.org/girl-rising/